Fettkraut (Pinguicula)

Fettkräuter sind auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet, wobei rund die Hälfte der Arten aus Mexiko stammt. Aber auch in Europa sind viele winterharte Arten vertreten, darunter auch zwei einheimische Arten (alpina und vulgaris) in Deutschland.

Viele Pflanzen lassen sich das ganze Jahr über sehr einfach auf einer hellen Fensterbank kultivieren. Dabei ist nur zu beachten, dass die Pflanze immer leicht feucht steht, etwa in einem Untersetzter, über den man dann wässern kann. Da Pinguicula sehr kalkliebend ist, kann diese Gattung als Einzige neben Regenwasser auch mit Leitungswasser gegossen werden.
Als Substrat hat sich eine Mischung aus Torf und einigen Zusatzstoffen wie Perlite, Sand und Bims besonders bewährt.
Viele mexikanische Arten und Hybriden sind sehr blühfreudig und blühen fast das gesamte Jahr über.
Eine Düngung ist nicht notwendig.

Vor allem am Küchenfenster haben sich Fettkräuter mit ihren klebrigen Blättern als effektive Fruchtfliegenfänger bewährt, gerne kann man die Pflanze auch mal zwei, drei Tage an die Obstschale stellen um so die Plagegeister los zu werden, danach aber wieder zurück ans helle Fenster.

Einheimische und winterharte Arten können und sollten das ganze Jahr über draußen kultiviert werden. Sie benötigen besonders im Winter tiefe Temperaturen, um sich so in ihre Zwiebel zurückziehen zu können. Im Frühjahr treibt die Pflanze dann neu aus und bildet auch einige prächtige Blütenstände.
Viele Arten können auch mit in den Moorkübel oder das Moorbeet gepflanzt werden.

Wir führen eine Auswahl verschiedener europäischer Pinguicula sowie einige mexikanische Arten und Hybriden für das Fensterbrett.

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