Mehr als 25 Jahre Erfahrung
Wahnsinnig großes Sortiment
Viele eigene Züchtungen
Robuste Pflanzen
Top Qualität & perfekte Verpackung
Zurzeit nicht verfügbar!
Heliamphora minor x heterodaxa
Das natürliche Vorkommen von Heliamphora sind die Tepui in Venezuela. Dort wachsen sie unter extremen Bedingungen in bis zu 2000 m Höhe. Tagsüber erreichen die Temperaturen ca. 30° Grad und nachts kühlt es manchmal sogar bis an den Gefrierpunkt ab. Das macht die Kultur dieser faszinierenden Pflanze nicht ganz einfach und ist somit eher etwas für Fortgeschrittene. Allerdings handelt es sich bei Heliamphora heterodoxa x minor um eine robuste Hybride die auch den ein oder anderen Kulturfehler verzeiht. Das Substrat sollte stets feucht gehalten werden, aber nicht nass. Zudem liebt diese fleischfressende Pflanze viel direktes Sonnenlicht. Lediglich zu hohe Temperaturen (über 30° Grad) sollten vermieden werden. Eine erhöhte Luftfeuchte wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus, dies kann man z.B. dadurch erreichen, dass man die Pflanze in ein großes oben offenes Glasgefäß stellt. Auch in einem geeigneten Terrarium lässt sie sich gut kultivieren. Im Sommer ist auch eine Kultur im Freiland möglich. Allerdings sollten die Pflanzen dann eher im Halbschatten stehen. Bei diesem Sumpfkrug werden die zu Schläuchen umgebildeten Blätter bis zu 25 cm groß. In ihnen sollte immer etwas Regenwasser stehen und bei ausreichend Licht nehmen sie sogar eine rötliche Färbung an. Heliamphora sind echte Raritäten unter den Karnivoren. Hat man den Kniff bei der Kultur aber erst einmal raus, wird man viel Freude an diesen Pflanzen haben und regelmäßig mit tollen Blüten belohnt.  

24,90 €*
S. ireneae

19,90 €*
Zurzeit nicht verfügbar!
Zurzeit nicht verfügbar!
D. lusitanicum - Cortes de la Frontera, Province Málaga, Andalusia, Spain
Drosophyllum lusitanicum ist eine ganz besondere fleischfressende Pflanze die bereits schon 1661 erstmals beschrieben wurde. Das natürlich Verbreitungsgebiet erstreckt sich vor allem entlang der westlichen Küstengebiete in Portugal und Spanien (Andalusien) aber auch im äußersten Norden Marokkos. Der deutsche Name `Taublatt´ leitet sich von der griechischen Übersetzung von `drosos´ (Tau) und `phyllom´ (Blatt) ab. Die Blätter sind ca. 30cm lang und mit zahlreichen Klebetropfen übersät, ähnlich wie beim Sonnentau (Drosera), diese verströmen einen tollen honigartigen Duft, der zahlreiche Insekten anlockt. Eine große Besonderheit im Pflanzenreich sind die nach außen hin eingerollten jungen Blätter, die sich während des Wachstums Stück für Stück aufrollen. Drosophyllum wächst strauchartig und kann sich mehrfach verzweigen und Größen bis über einen Meter erreichen. In der Kultur kommt dies aber eher selten vor und die adulten Pflanzen sterben nach ein paar Jahren ab. Im April/Mai erscheinen große gelbe Blüten die einen wunderbaren Honigduft verströmen, zumeist sind sie selbstbestäubend und man kann viele Samen für die Vermehrung gewinnen. Die natürlichen Standorte, sandige und steinige Böden, sind vor allem im Sommer von großer Trockenheit geprägt, deshalb bilden die Pflanzen eine sehr lange Pfahlwurzel aus um an die benötigte Feuchtigkeit zu kommen, weiterhin profitieren sich auch vom Küstennebel. In der Kultur haben sich daher hohe Töpfe bewehrt, mit einem lockeren Substrat aus Sand, Perlite, Pinienrinde und Torf. Drosophyllum ist keine Moorpflanze und reagiert daher sehr empfindlich auf dauernasse Töpfe, somit erfordert die Kultur etwas Geschick und ist absolut nicht für Anfänger geeignet. Im Sommer fühlt sich das Taublatt an einem sehr sonnigen platz im Freien oder in einem Kalthaus am wohlsten, im Winter benötigt es einen frostfreien, luftigen und sehr hellen Platz. Bei dieser Pflanze handelt es sich um eine Standortvariante aus der Nähe der spanischen Stadt Cortes de la Frontera in Andalusien, also ein Standort der weiter im Landesinneren liegt. Unsere Pflanzen sind alle aus Kultursamen unserer Mutterpflanzen gezogen.

39,90 €*
Zurzeit nicht verfügbar!

Der Fangmechanismus und das Verbreitungsgebiet

Grundsätzlich unterscheidet man 5 verschiedene Fallentypen, das sind: Fallgruben, Klebefallen, Klappfallen, Saugfallen und Reusenfallen.

Fallgruben sind die einfachste Art der Fallen, im Grunde ist es nur ein zusammengerolltes Blatt, das dann über die Zeit immer weiter perfektioniert wurde, bis hin zur höchst effektiven Falle. Grubenfallen werden von Brocchinia, Catopsis, Cephalotus, Darlingtonia, Heliamphora, Nepenthes und Sarracenia angewendet.

Klebefallen hingegen sind schon etwas aufwendiger gestaltet, auf den Blättern haben sich Drüsen und Tentakeln gebildet die einen klebrigen Schleim absondern und die Blätter so zu gefährlichen Leimfallen machen. Bei Roridula basiert der Klebstoff auf einer Kautschuk Verbindung, bei allen andern Gattungen auf Zuckerbasis. Die Klebefallen werden von Byblis, Drosera, Drosophyllum, Pinguicula, Roridula und Stylidium verwendet.

Bei den Klappfallen sind Teile der Blätter zu zwei Hälften, ähnlich einem Tellereisen, umgewandelt, sie können bei Berührung im Bruchteil einer Sekunde zuschnappen und so die Beute fangen und verdauen. Klappfallen kommen nur bei Aldrovanda und Dionaea vor.

Die unscheinbaren Reusenfallen sind sicherlich die aufwendigsten Fallen, auch wenn man die Details nur unter dem Mikroskop erkennen kann. Die Reusenfalle wird nur von Utricularia verwendet, die Pflanzen bilden kleine Bläschen aus, welche die Beute einsaugen und verdauen.

Genlisea hat Reusenfallen entwickelt, diese befinden sich unter der Erde und es werden vorwiegend kleine Mikroorganismen gefangen. Die Fallen sehen wie ein umgedrehtes Ypsilon aus, dessen Arme korkenzieherartig verdreht sind. An ihnen befinden sich kleine Öffnungen, durch die die Beute nach Innen gelangt und ähnlich wie bei einer Fischreuse in eine Kammer eindringen muss. Nach Innen gerichtete Härchen geben die Richtung vor.

Die Verbreitung dieser Karnivoren erstreckt sich dabei über weite Teile aller Kontinente und es werden die typischen Karnivoren Standorte besiedelt.


So solltest diese Karnivoren optimal pflegen

So groß wie die Verbreitung, so unterschiedlich sind auch die Kulturansprüche. Die Wichtigsten Gattungen findest du im Folgenden aufgelistet.

Aldrovanda: Die Wasserfalle wächst in nährstoffarmen, stehenden Gewässern, es gibt tropische und temperierte Formen, erstere wachsen ganzjährig, die anderen ziehen sich in Winterruhe zurück. Dabei stirbt die komplette Pflanze ab und es überlebt nur ein Hibernakel das auf den Grund sinkt. Im Frühjahr treibt es wieder auf und beginnt zu wachsen.

Die temperierten Formen von Aldrovanda vesiculasa können in einem sonnigen, nährstoffarmen Teich oder Wasser Bottich gehalten werden. Die tropischen Formen hingegen benötigen ein Aquarium oder Wassergefäß das ständig 20 Grad und mehr aufweist.

Brocchinia: Die großen Bromelien aus Venezuela können in Spezialerde für fleischfressende Pflanzen oder auch in unserem Nepenthes Substrat kultiviert werden. Sie fühlen sich ganzjährig bei Tagestemperaturen zwischen 20 und 30 Grad wohl, Nachts darf die Temperatur auch gerne auf ca. 15 Grad absinken. Im Terrarium mit hoher Luftfeuchte fühlen sie sich besonders wohl, können aber nach Eingewöhnung auch auf der sonnigen Fensterbank gedeihen. Im Trichter sollte immer etwas Wasser stehen und das Substrat ist immer leicht feucht zu halten.

Byblis: Die Regenbogenpflanze kommt aus Australien, die mehrjährigen Arten Byblis gigantea und Byblis lamellata kommen in West Australien vor und sind sehr sonnenliebend. Sie können in Karnivorenerde mit erhöhtem Sandanteil kultiviert werden, dabei haben sich sehr große Töpfe bewährt. Das Substrat sollte nur mäßig feucht gehalten werden, vor allem im Winter. Dann sind auch kühle Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad einzuhalten.

Die anderen Arten sind alle einjährig und müssen jedes Frühjahr erneut aus Samen herangezogen werden. Sie können in Karnivoren Substrat kultiviert werden, ein sehr sonniger Platz auf der Fensterbank oder dem Balkon ist schon ausreichend für eine erfolgreiche Kultur.    Den Topf hält man im Anstauverfahren.

Catopsis: Als einzige Art innerhalb der Gattung zählt Catopsis berteroniana zu den Präkarnivoren, sie können zwar Insekten fangen aber noch nicht verdauen. Die Art wächst epiphytisch von Florida bis Brasilien, am einfachsten lässt sie sich aufgebunden im tropischen Terrarium kultivieren. Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad werden dabei bevorzugt.

Drosophyllum: Das Taublatt ist in Süd-Spanien, Süd-Portugal und Nord-Marokko verbreitet, es wächst dort vorwiegend auf sandigen und geröllartigen Böden. Mit langen Pfahlwurzeln versucht es die tiefergelegenen feuchteren Schichten zu gelangen, dementsprechend sollte es in Kultur in sehr hohen Töpfen kultiviert werden. Da es Staunässe nur bedingt verträgt haben sich Tontöpfe besonders bewährt. Es sollte nur mäßig gegossen werden, so das die Erde nur leicht feucht ist und Gelegentlich auch abtrocknen kann. Ein Platz an der Sonne und frischen Luft ist für Drosophyllum lusitanicum absolut notwendig.

Dem Karnivoren Substrat kann noch etwas mehr Sand und auch etwas Pinienrinde beigemischt werden. Im Winter ist eine Ruhezeit bei kühlen Temperaturen um die 5-10 Grad einzuhalten, in dieser Zeit darf auch nicht zu viel gegossen werden, sonst führt das sehr leicht zum abfaulen der Pflanze.   

Genlisea: Die Reusenfalle ist im tropischen Afrika, Madagaskar und Südamerika verbreitet, sie benötigt das ganze Jahr über warme Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. An das Substrat werden keine besonderen Ansprüche gestellt und Karnivoren Erde ist absolut ausreichend. Wichtig ist aber ein ständig hoher Wasserstand. Da die Pflanzen in der Natur zumeist sehr nass, teils überflutet wachsen, sollte mindestens die Hälfte der Topfhöhe im Anstau stehen, der Wasserstand kann aber auch bis zur Topfkante reichen. Mit etwas Geschick kann man diese Gattung auch ganzjährig auf der sonnigen Fensterbank kultivieren, anderenfalls im Terrarium.

Heliamphora: Der Sumpfkrug besiedelt die Tepui in Venezuela und Brasilien, er ist an extreme klimatische Bedingungen angepasst und die Kultur ist nicht ganz einfach. Robuste Hybriden kann man ganzjährig in einem offenen Glas auf der sonnigen Fensterbank kultivieren.


Mit ein wenig Geschick ist die Kultur in den Sommermonaten auch im Freiland möglich, ansonsten benötigt man aber ein spezielles Terrarium mit Kühlfunktion für die Nachtabsenkung oder ein entsprechendes Gewächshaus. Die Pflanzen benötigen sehr viel Sonne oder Kunstlicht und sind am natürlichen Standort einer extremen UV-Strahlung ausgesetzt. Tagsüber liegt der Ideal Temperatur Bereich bei etwa 25 Grad, Nachts sollte die Temperatur auf unter 20 Grad fallen. Nur so können sich die Pflanzen gesund entwickeln.

Als Substrat kann Karnivoren Substrat verwendet werden. Die Erde sollte immer feucht sein, der Topf kann gelegentlich auch im Anstau stehen. In den Schläuchen sollte sich immer etwas Wasser befinden.    

Roridula: Die Wanzenpflanze kommt nur in Südafrika vor und ist dort mit den beiden Arten Roridula gorgonias und Roridula dentata vertreten. Letztere ist aber extrem selten in Kultur anzutreffen, da sie nicht so einfach vermehrt werden kann. Beide Arten bevorzugen hohe Töpfe und sehr sandige Böden, dem Karnivorensubstrat kann daher noch etwas Quarzsand beigemischt werden. Während Roridula gorgonias in den Sommermonaten ständig im Anstau gehalten werden kann, verträgt Roridula dentata keine Staunässe und sollte immer nur mäßig feucht gehalten werden. Beide Arten benötigen sehr viel Sonne und frische Luft, von daher gelingt die Kultur im Freiland am besten.

Im Winter werden Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad benötigt, dass Substrat ist nun eher trocken zu halten, sonst kann es leicht zu Wurzelfäulnis kommen. Ist im Winter die Luftfeuchte zu hoch, sterben die Wachstumspunkte ab und verfaulen. Erkennt man das rechtzeitig und schneidet sie unterhalb ab, hat man noch die Chance das die Pflanzen im Frühjahr neu austreiben.

Beide Arten sind nur Präkarnivor, das heißt sie können zwar Beute fangen aber nicht verdauen. Am natürlichen Standort leben die Pflanzen mit Wanzen in Symbiose und die Art Pameridea roridulae ist mittlerweile auch auf Kulturpflanzen häufig verbreitet. Sie finden Schutz auf der Pflanze und ernähren sich von den gefangenen Insekten. Den Kot den die Wanzen ausscheiden, nimmt die Pflanze wiederrum als Blattdüngung auf.    

Stylidium: Seit 2007 zählen die mit über 300 vertretenen australischen Schusspflanzen auch zu den fleischfressenden Pflanzen, sie sind aber eher als Teilzeitkarnivoren anzusehen. In der Blütezeit bilden sie an den Blütenstielen kleine Härchen und Klebedrüsen aus um Insekten zu fangen und zu verdauen.
Die Kultur ist relativ einfach, sie können in Karnivoren Erde gepflanzt werden und benötigen einen sonnigen Platz und Regenwasser im Anstauverfahren. Bei vielen Arten reicht auch schon die Fensterbank aus, einige kann man auch ganzjährig im Terrarium halten. Im Winter sollten sie etwas kühler stehen, optimal bei Temperaturen zwischen 5 und 12 Grad. Die Erde ist dann auch nur noch leicht feucht zu halten. 


So kannst du diese Karnivoren bestellen und vermehren

Wie alle fleischfressenden Pflanzen lassen sich auch diese Karnivoren Gattungen über Samen oder durch Teilung vermehren. Bei der Aussaat aus Samen ist meistens etwas Geduld erforderlich, dafür kann man der Pflanze aber von Beginn an beim wachsen zusehen.

In unserem Green Jaws Shop findest du ein ständig wachsendes und je nach Jahreszeit auch wechselndes Sortiment an diversen Karnivoren Gattungen. Immer wieder auch außergewöhnliche Pflanzen die nicht so einfach zu finden sind, wie zum Beispiel Roridula gorgonias oder Drosophyllum lusitanicum. Es lohnst sich also regelmäßig vorbeizuschauen.