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D. californica - Jungpflanze
Darlingtonia californica gehört zwar zu der Familie der Schlauchpflanzen, jedoch unterscheidet sie sich erheblich von den gewöhnlichen Sarracenia. So wachsen die komplexen Schläuche in sich verdreht heran und bilden einen großen Kopf aus. An ihm hängt eine große Zunge, welche die Insekten über eine Nektarspur direkt in die untenliegende Schlauchöffnung leitet. Da das ganze Blatt einer Schlange sehr ähnlichsieht, erhielt diese Karnivore den passenden deutschen Namen Kobralilie. Eine absolute Rarität! Die Schläuche der Pflanze können weit über 50 cm groß werden und sind ein absoluter Blickfang in jedem Moorbeet. Darlingtonia ist aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber Hitze nicht sehr einfach zu kultivieren, weshalb sie eher für erfahrene Sammler geeignet ist. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser fleischfressenden Pflanze liegt in Nordkalifornien und Südoregon. Dort wächst sie zumeist an fließenden Gewässern und bevorzugt daher einen eher kühlen Wurzelbereich. Bei der Kultur ist ein dickes Sphagnum Polster sehr vorteilhaft, da es Verdunstungskühle erzeugt und den Wurzelausläufern ein einfaches Wachstum ermöglicht. Über diese Wurzelausläufer lässt sich Darlingtonia californica auch hervorragend vermehren. Du erhälst bei diesem Artikel eine Jungpflanze mit ca. 6 cm Durchmesser, die ihre ersten adulten Schläuche macht.

24,90 €*

Der Fangmechanismus und das Verbreitungsgebiet

Unter den Schlauchpflanzen produziert Darlingtonia californica wohl die eindrucksvollsten Fangblätter, diese entspringen einem kriechenden Rhizom und machen während des Wachstums eine Drehung um 180 Grad, sodass die Schlauchöffnung nach außen zeigt. Das Schlauchende ist stark verdickt und gleicht einem Kopf. Die Fallenöffnung befindet sich an der Kopfunterseite. Über die große Zunge, auf der sich eine Duft und Nektarspur befindet, werden die Beutetiere direkt ins Falleninnere geleitet. Fensterchen auf der Kopfoberseite imitieren nun den vermeintlichen Ausgang und auf den Weg dahin stürzen die Insekten in die Tiefe und sind im Inneren gefangen. Über Enzyme wie Protease werden die Insekten von der Pflanze verdaut und zurück bleibt nur noch der Chitinpanzer.

Die Fallen können am natürlichen Standort teilweise bis zu einem Meter hoch werden, in der Kultur hingegen sind große Pflanzen nur selten anzutreffen und Examplare mit 40-50cm Größe sind schon eine Pracht. In unserem Green Jaws Darlingtonia Zuchtprogramm haben wir auch einige besonders robuste und schnellwachsende Klone selektiert, diese findest du alle in unserem Shop.

 

Darlingtonia californica wächst an der Pazifik Küste Nord Kaliforniens und Oregon und kommt dabei von der Küste bis in die Bergregion auf Höhen über 2500m vor.  Die Gebirgspflanzen sind um einiges toleranter was die Winterkälte betrifft, Küstenpflanzen hingegen tolerieren jedoch viel wärmere Temperaturen im Sommer. Fast allen Standorten gemeinsam sind jedoch die ständig von frischem, kühlem Wasser umspülten Wurzeln.

Dies kann an Bachläufen im Gebirge sein, als auch an Straßengräben. Oftmals bestehen die Böden fast ausschließlich aus mineralischem Substrat, vereinzelt gibt es aber auch Vorkommen in Mooren oder Sphagnum Polstern.


So solltest du Darlingtonia optimal pflegen

Ideal gedeiht die Kobralilie, wenn ihre Wurzeln nicht zu warm werden. Um Darlingtonia californica beste Bedingungen zu bieten, solltest du einige Tipps beachten.

Mit etwas Geschick kannst du die Pflanze sehr gut ganzjährig im Moorbeet integrieren. Am besten positionierst du die Kobralilie an einer feuchten Stelle hinter größeren Sarracenia oder Begleitpflanzen.

Besonders wichtig ist aber eine ausreichende Schicht lebendes Torfmoos (Sphagnum), welches die Wurzeln und den Wurzelstock (Rhizom) kühlt. Zusätzlich kannst du dem Moorboden an dieser Stelle etwas Sand, Bims oder kalkfreie Gesteinsstücke beimischen.

Du kannst Darlingtonia auch in Topfkultur halten. Dafür empfiehlt Green Jaws große Tontöpfe, da diese über Verdunstungskälte den Wurzelbereich kühlen. Aber auch die Kultur der Kobralilie in Kunststofftöpfen gelingt, wenn du eine dicke Schicht Torfmoos zur Kühlung verwendest.

Hast du einen Teich oder Bachlauf zu Verfügung? Auch hier kannst du die Kobralilie gut integrieren. Wähle ein passendes Substrat und verzichte nicht auf eine zusätzliche dicke Schicht Torfmoos zum Schutz der Pflanze.

Bezüglich des richtigen Substrats für Darlingtonia scheiden sich die Geister: Von reinem Sphagnum, purem Torf, einem lockeren Gemisch aus Torf, Perlite und Quarzsand, bis hin zu steinigen, mineralischen Böden ist alles dabei. Falsch ist keine dieser Empfehlungen. Was am besten für dich funktioniert, solltest du ausprobieren. Generell hat sich jedenfalls ein sehr lockeres Gemisch mit erhöhtem mineralischen Gehalt bewährt.

An ihrem natürlichen Standort in Kalifornien und Oregon wächst die Kobralilie zumeist in voller Sonne. In der Kultur ist pralle Sonne aber meist mit hohen Temperaturen verbunden, wodurch die Pflanzen einen tödlichen Hitzeschlag erleiden können. Darum hat sich die Kultur im Halbschatten bzw. das Meiden der heißen Mittagssonne bewährt. Während der Wachstumszeit freut sich die Kobralilie über reichlich Regenwasser. Idealerweise hältst du sie im Anstau.

Im natürlichen Lebensraum trotzt Darlingtonia californica bis auf 2.500 m im Winter auch Schnee und Eis. Die Pflanze ist also winterhart und kann bei passenden Bedingungen auch ganzjährig im Freien – im Moorbeet oder Teich – kultiviert werden.

Ansonsten solltest du Darlingtonia kühl überwintern, am besten im Kalthaus. Optimal sind dann Temperaturen zwischen 2 und 12 °C. Das Substrat solltest du während der Winterphase nur noch feucht halten und nicht mehr im Anstau.


So kannst du die Kobralilie bestellen und vermehren

Viele der schlangenartigen Schläuche überdauern den Winter und sterben erst in der nächsten Saison nach dem Neuaustrieb ab. Die Vermehrung von Darlingtonia kann über Samen erfolgen, wofür du aber einige Jahre Geduld benötigst. Einfacher geht die Vermehrung der Kobralilie über die zahlreichen Ausläufer, welche die Pflanze bildet. Sobald die Ausläufer einen eigenen Wurzelstock haben, kannst du sie abtrennen und separat einpflanzen.

Obwohl sich die Pflanzen recht gut vermehren lassen, musst du doch immer wieder mit vielen Ausfällen rechnen. Daher zählt Darlingtonia zu einer absoluten Rarität und ist ein Highlight in jeder Karnivoren-Sammlung.

Besonders im Frühjahr und Spätsommer nach Teilung unserer Mutterpflanzen findest du einige Darlingtonia-Pflanzen im Green Jaws-Shop, wo du sie bequem nach Hause bestellen kannst.